Am 21. Oktober 2026 mussten weltweit Website-Betreiber Notfall-Updates einspielen. Unsere handgecodeten Websites liefen ohne Unterbrechung weiter. In diesem Artikel erklären wir, was passiert ist und warum unsere Bauweise den Unterschied gemacht hat.

Was am 21. Oktober passiert ist

In PHP, der Technik hinter einem Großteil aller Websites, wurden zwei kritische Sicherheitslücken bekannt. Sicherheitsforscher nennen sie „PHP2Shell“. Beide wurden mit 9,2 von 10 Punkten bewertet, also als kritisch (Golem).

Vereinfacht gesagt: Angreifer konnten auf betroffenen Servern eigene Befehle ausführen, ohne sich vorher anmelden zu müssen. Damit hätten sie eine Website übernehmen, verändern oder Daten auslesen können.

Die Folgen waren sofort sichtbar. Dienste wie easybill, die Wiki-Plattform wiki.gg und mehrere Behördenseiten in Europa gingen vorsorglich offline (netzwelt, Krebs on Security). Ein Forscher schätzte, dass mehr als 1,3 Millionen Websites angreifbar waren (Cybersecurity Dive).

PHP2Shell kurz erklärt

  • Kennungen: CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619
  • Bewertung: 9,2 von 10 (kritisch)
  • Risiko: Ausführung von fremdem Code auf dem Webserver, ohne Anmeldung
  • Behoben in: PHP 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 und 8.2.35 (Linux-Distributionen liefern teils eigene, angepasste Updates)

Was PHP ist und wer es nutzt

PHP ist eine Programmiersprache, die auf dem Server läuft. Bei jedem Seitenaufruf baut sie die Website frisch zusammen, etwa aus Texten in einer Datenbank, und schickt das Ergebnis an den Browser.

Rund 69 Prozent aller Websites mit erkennbarer Server-Technik nutzen PHP (wirtschaft-tv). Dazu gehören vor allem:

Die meisten Webagenturen bauen ihre Kundenseiten mit genau diesen Systemen. Deshalb hatte eine Lücke im Kern von PHP so große Auswirkungen: Sie betraf nicht eine einzelne Website, sondern Millionen gleichzeitig.

Ist meine Website betroffen?

Eine erste Einschätzung bekommen Sie mit drei Fragen:

Können Sie eine dieser Fragen nicht sicher beantworten, lohnt sich ein kurzer Blick von außen. Wir prüfen das gerne für Sie.

Warum unsere Websites nicht betroffen waren

Unsere Websites nutzen kein PHP. Wir programmieren jede Seite von Hand, und das macht an drei Stellen den Unterschied.

Fertige Seiten statt Bau bei jedem Aufruf. Unsere Websites bestehen aus fertigen Dateien, die direkt an den Besucher ausgeliefert werden. Auf dem Server läuft dabei kein Programm, das ein Angreifer ausnutzen könnte.

Moderne Technik, wo Logik nötig ist. Braucht eine Website Funktionen auf dem Server, etwa einen Shop mit Bezahlung, setzen wir auf Node.js. Das ist eine andere Technik, die von der PHP-Lücke nicht berührt war.

Kein Standard-System, kein Plugin-Ballast. Wir verwenden weder WordPress noch fremde Erweiterungen. Unsere Kunden-Systeme, auch die zur Pflege der Inhalte, sind eigene Entwicklungen.

Dazu kommt ein weniger offensichtlicher Punkt. Bei Lücken wie dieser gehen Angreifer in die Masse: Sie durchsuchen das Internet automatisch nach Seiten mit einem bestimmten System und einer veralteten Version. Eine individuell gebaute Website fällt durch dieses Raster.

Was das für Sie bedeutet

Handgecodete Websites sind nicht nur sicherer, sie sind im Alltag auch einfacher. Der Vergleich im Überblick:

Website mit Standard-SystemHandgecodete Website
AngriffsflächeSystem, Plugins und Themes von vielen Herstellernnur der Code, den Ihre Seite braucht
Bei Lücken wie PHP2ShellNotfall-Update, oft kurzzeitig offlineläuft weiter
Laufende Pflegeregelmäßige Updates für System und Pluginskeine Plugin-Updates
Ladezeitviel Code, der nicht gebraucht wirdschlank und schnell
Designoft auf Vorlagen aufgebautindividuell für Ihr Unternehmen

Ein Bild hilft beim Verständnis: Eine Website mit Standard-System ist wie ein Haus mit einem Schloss, das in Millionen Türen eingebaut ist. Wird ein Trick gefunden, es zu öffnen, funktioniert er überall. Eine handgecodete Website hat ein eigens angefertigtes Schloss. Wer massenhaft Türen öffnen will, kommt hier nicht weiter.

Schnelle Ladezeiten sind dabei mehr als Komfort. Besucher springen bei langsamen Seiten schneller ab, und Google berücksichtigt die Geschwindigkeit bei der Platzierung. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel Website-Ladezeit: Warum handgecodete Seiten schneller sind.

Ehrlich gesagt: Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht

Keine Website ist unangreifbar, auch eine handgecodete nicht. Der Unterschied liegt darin, wer die Verantwortung trägt.

Bei Standard-Systemen liefert der Hersteller Sicherheitsupdates, die eingespielt werden müssen. Bei unseren Websites übernehmen wir diese Verantwortung selbst. Dazu gehören:

Weniger fremde Technik bedeutet weniger, worum man sich kümmern muss. Und um das, was bleibt, kümmern wir uns.

Fazit: Sicherheit beginnt bei der Bauweise

Der 21. Oktober hat gezeigt, wie verwundbar Websites werden, wenn Millionen auf derselben Technik laufen. Während viele Betreiber Notfall-Updates einspielten oder ihre Seiten abschalteten, liefen unsere Kundenprojekte einfach weiter.

Handgecodete Websites bieten weniger Angriffsfläche, weniger Pflegeaufwand, mehr Tempo und ein Design, das wirklich zu Ihrem Unternehmen passt.

Quellen

Sie möchten wissen, ob Ihre aktuelle Website betroffen ist? Wir prüfen das gerne für Sie, unverbindlich und verständlich erklärt.

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